Kategorie: Club Events Veröffentlichungsdatum Geschrieben von Weisser Zugriffe: 1613
Der Jahresabschluss im Nepomuk war wahrhaft furios -
The Hellectric - Rrrrrock,
The Poachers - Rrrrrock,
Shitkicker - Stoner Rrrrrrock,
Eat the Gun - Rrrrrrrock.
(Die Anzahl der R ist rein willkürlich)
Es macht uns immer noch Spaß, Mucke hierher zu holen, die nicht jedermann auf dem Schirm hat. Vielleicht auch so viel Spaß, dass auch wieder mehr kommt. Aber darüber gilt es jetzt noch nicht zu reden.
Fürs erste stehen zwei weitere Nepomuk-Veranstaltungen im Februar und im April ins Haus.

Back to the Roots, Rückkehr zum Kerngeschäft, Besinnung auf alte Tugenden - das ist die Agenda des 11.02. Darum auch Stone'n'Roll-Fest; es sind die beiden Richtungen, die uns seit jeher auszeichnen - heuer mit dem Schwerpunkt auf "Roll".
Die Protagonisten des Rotzrock ala Backyard Babies, Gluecifer, The Hellacopters sind ein bisschen ausgeblutet, auch im ureigensten Wortsinn.
Weil es aber wieder ein paar Perlen dieser Art gibt, haben wir uns intensiv um einer dieser Perlen namens SuperCharger bemüht. Wie könnte es anders sein, sie kommen auch von da oben - Dänemark.
Es riecht verdammt nach Schweiß, Öl, Benzin und verbranntem Gummi. Wer Vergleiche braucht, D.A.D ist nicht die schlechteste Referenz. Aber da wo ihre Landsmänner aus Dänemark die Handbremse anziehen, geht es bei SuperCharger zuweilen noch ein bisschen heftiger zu. Vor allem die Songs des Debut sind getreu dem Motto "mitten in die Fresse".
Und wie es bei Bands dieser Art eben auch gute Sitte ist - die Bühne ist ihr zu Hause. Kene Ablenkung durch überzogene Licht-Show, Monster auf der Bühne oder nackten Weibern - just pure Rock'n'Roll mit allen Klischees, die sein müssen.
Auf Tour bereits mit Nashville Pussy, D.A.D., Mustasch, Gewinner des Award in Dänemark "Best Debut Album of the Year",... - ach was kommt, trinkt ein paar und feiert mit und feiert SuperCharger.
Rückblende: Neuensee, Samstag 17.Juni 2000. Es läuft das EM-Spiel Deutschland - England, der Klassiker vor dem Herren. Im Stadion des VfB Neuensee tummeln sich um die 700 Rock'n'Roll-Jünger. Das Spiel (auf improvisierter Großleinwand) ist scheiße, Deutschland verliert 1:0 (ja, auch das ist mal passiert). Aber es interessiert keinen der 700. Denn auf der Bühne sind grade BETWEEN THE SHEEP und lassen - frei nach Stöckel - die Herzen aller Rock'n'Roll-Jünger höher schlagen.
Heute gehen die Urgesteine aus Kulmbach unterdessen in ihr mittlerweile 21. Jahr - Wahnsinn. Die Kinder sind mittlerweile groß, naja zumindest die vom Schlonz. Und so manch Jungspund-Kapelle täte gut daran, sich hier ein bisschen was abzugucken. Psychedelic Rock'n'Roll nennen sie ihre Mucke - kann man so stehen lassen. Tyson (Gesang) trifft nicht jeden Ton, aber das macht er gut, so gut wie Henry Rollins. Es gibt keine Band hier, die so sehr für das steht, was sie tut.
Wir schauen uns auch in benachbarten Bundesländern um und finden immer wieder ein paar Perlen abseits des üblichen Metal-Dreschflegels, die es wert sind. Ehemals hatten wir The Sonic Beat Explosion oder Elis (nun Ruins of Wyrd) aus Thüringen, jetzt hier GRANDFATHER.
Man denkt unweigerlich zuerst an Queens of the Stone Age, auch auf den zweiten Blick. Aber der Blick richtet sich auf die Phase als Josh Homme noch Songs geschrieben und keinen Müll verzapft hat. Die Großväter (eigentlich ein ziemlich bescheuerter Name) haben weiterhin eine bereits beachtliche Gig-Historie teils mit Touren im Ausland hinter sich. Wir freuen uns auf solche QOTSA-Songs, die QOTSA nicht mehr können.
Wir haben uns das jetzt ein bisschen, aber gut überlegt. Eigentlich gibt es da gar nix zu überlegen. Wir haben THE DAZED bis jetzt nur deshalb nicht angefragt, weil sie die letzte Zeit ziemlich oft hier gezockt haben.
Und eigentlich wollten wir auch keine vier Bands mehr an einem Abend machen, der Abend ist da immer ziemlich voll.
Aber nachdem auf der einen Seite ihr letzter Auftritt im Muk ohne ihre Schuld gecancelt wurde und auf der anderen Seite wir eine kleines Festival angekündigt haben, dann lasst uns das verdammt nochmal tun.
Es ist schon ein bisschen her, dass eine Band - zumal sogar noch vom Ort - für eine derartige Aufbruchstimmung gesorgt hat. Die Jungs haben definitv das Potential zum Local Hero und vielleicht auch noch zu mehr. Klar, es ist alte Säcke-Mugge, vielleicht fahren wir auch deshalb so drauf ab. Mit ihrem Psychedelic-Einschlag passen sie perfekt zum Motto des Abends. Jungs, macht die Hemden auf und euch ein Brust-Toupet hin, das kann nicht nur Dieter Thomas Kuhn.
Und Folks, es gilt früh aufzutauchen. Der Abend wird gegen 20:30Uhr eröffnet werden.
Cheers,
RIW-Team